Paradise Strand

Wie Sie wissen, beeinflussen die Gezeiten die Höhe des Meeresspiegels, was wiederum zu Änderungen der Form des Strandes beeinflusst. Der zweite, wichtigere Faktor ist die Windrichtung. Normalerweise beginnt ca. Ende Oktober die Regenzeit, oder der Monsun, während derer es öfters mal kräftig regnet. Während des Monsuns ändert auch die Windrichtung, und mehr feuchte Luft aus Südostasien wird in den Golf von Thailand gepresst. Genau in dieser Zeit beginnt auch die Saison für die Taifune, die im Südchinesischen Meer entlang der Küste von Vietnam nach Hong Kong ziehen. Diese mächtigen Luftströme pressen noch mehr Wasser in den Golf von Thailand, so dass der Meeresspiegel noch stärker über den üblichen Pegel steigt. Ein natürliches Phänomen also, das wir nicht kontrollieren können, und anderswo auch nicht anzutreffen ist. Eigentlich können wir uns glücklich schätzen, dass diese Stürme selten ihren Weg in den Golf von Thailand finden. Letztmals wurde dieses seltene Ereignis im Jahr 2006 verzeichnet.

Darüber hinaus ist es aber auch eine Tatsache, dass die Strände um Koh Samui (und im Übrigen auch etwa 80% aller Strände in Thailand) einem Schrumpfprozess ausgesetzt sehen, der bereits seit einigen Jahren beobachtet wird. Die Strände sind einfach nicht mehr das was einst. Tonnen von Sand werden in der Regenzeit weggespült, und in der Trockenzeit, wo eine starke See den Sand zurückbringen sollte, ist eine gläserne Ruhe auf dem Meer zu beobachten. Folge ist, dass der Strand schrumpft. Inzwischen hat dieses Phänomen schon die Besorgnis der Regierung der Provinz Surratthani und der Zentralregierung in Bangkok hervorgerufen. Am 15. März 2013 wurde ein Expertenrat einberufen, um Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. Was konkret beschlossen wurde und welche Massnahmen umgesetzt werden sollen, ist noch nicht bekannt. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.